Corona

Warum Seife gegen Corona wirklich hilft

Alle reden davon, dass man sich die Hände mit Seife waschen soll. Aber warum eigentlich?

Ein Virus wie Corona besteht aus mehreren Bestandteilen: Aus Proteinen, seiner Erbsubstanz (RNA) und Lipide. Die Lipide ist eine Schutzhülle, die besteht bei den meisten Viren, auch bei Covid-19, aus Fett. Hier kommt die Seife ins Spiel.

Seife greift nämlich diese fettige Schicht an und löst sie auf (ähnlich wie beim Abwaschen einer fettigen Bratpfanne). Der Chemieprofessor Pall Thordarson von der Universität New South Wales erklärte in einem Twitter-Thread, dass der Virus dadurch in sich wie "ein Kartenhaus" zusammenfällt und quasi stirbt (Viren leben nicht wirklich, deshalb spricht man von inaktiv werden).

Die Seife braucht allerdings einige Zeit, um den Schutzfilm der Viren aufzulösen. Deshalb soll man sich die Hände 20 bis 30 Sekunden gründlich einseifen und abspülen. Dabei ist es unerheblich, ob man ein Stück Seife oder Flüssigseife nimmt. Die Wassertemperatur ist dabei übrigens unerheblich.

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Seife besser als Desinfektionsmittel

Desinfektionsmittel sind momentan schwer zu bekommen und erheblich teurer als Seife. Chemieprofessor Thordarson schreibt auf Twitter zu Desinfektionsmitteln: "Desinfektionsmittel [...] die Alkohol (und Seife) enthalten, haben ähnliche Wirkungen, sind jedoch nicht ganz so gut wie normale Seife." Aber Sie sind aber eine gute Alternative, wenn wir keine andere Möglichkeit haben, unsere Hände mit Seife zu waschen.

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